Le Mont
d’ici

Le Mont d’Ici (Der hiesige Berg) ist eine Struktur aus mehrschichtigem Polyesterharz, die die Hänge eines Berges – des Hartmannswillerkopfes (vieil Armand) – und die Kurven des menschlichen Körpers aufgreift. Das Wasser sickert in die geschwungenen Linien der Skulptur ein und spielt mit den Bergflanken. Diese Skulptur, zwischen Geographie und Anthropomorphismus, gibt in erster Linie die Formen des das Kunstzentrum überragenden Hartmannswillerkopfes wieder. Der während des 1. Weltkriegs hart umkämpfte Berg, erhielt von den Soldaten den Spitznamen „linker Schenkel“ und „rechter Schenkel“, als Ausdruck einer Art von Intimität, die sich zwischen Militär und Landschaft entwickelte; mit einem Touch erotischer Phantasmagorie.

Sylvie de Meurville

Sylvie De Meurville (1965) ist eine französische multimediale Bildhauerin, Bühnenbildnerin und künstlerische Leiterin, die ihren Abschluss an der „École nationale supérieure des Arts Appliqués et Métiers d’Arts“ gemacht hat. Ihr kreativer Prozess beginnt mit einem Pauspapier, das sie zerknittert und dann wieder glättet und so fiktive Berge schafft, deren Morphologie an „die Zartheit und die Bewegung einer Epidermis“ erinnert. Sylvie de Meurville beobachtet die Natur und versucht die Analogien zwischen der Natur und dem menschlichen Körper aufzuzeigen. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Musée de la Faïence  (2018) und auf der Biennale für zeitgenössische Kunst in der Kathedrale von Mdina auf Malta (2015-2016) ausgestellt.