Die Erde

Das Anwesen der Abbaye de Pontigny – ein zisterziensisches Meisterwerk mit einer Fläche von 9 Hektar und 6.000 m² historischen Gebäuden – schlägt unter dem Impuls der Fondation François Schneider ein neues Kapitel auf. Nach dem Schwerpunkt Wasser (l’Eau) im Elsass baut die Stiftung nun in Burgund ihren zweiten großen Standort rund um ein zentrales Thema aus: die Erde (la Terre).

Während sich das zukünftige Zentrum für zeitgenössische Kunst im ehemaligen Gebäude der Laienbrüder (Bâtiment des Convers) noch in der Konzeptionsphase befindet, belebt die Stiftung den Ort bereits ab jetzt. Im Juni 2026 startet sie ihren internationalen Wettbewerb „Talents Contemporains“ rund um das Thema Erde. Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, Skulpturen und Außeninstallationen zu entwerfen, die dauerhaft in der parkähnlichen Anlage des Anwesens verbleiben sollen. Die prämierten Werke werden inmitten der außergewöhnlichen Gärten des Anwesens ihren Platz finden und den Grundstein für eine einzigartige Sammlung legen. Für die Besucher verspricht dies einen Rundgang, bei dem zeitgenössische Kunst mit der Natur und dem sakralen Erbe in Dialog tritt.

Die Anlage der Abbaye de Pontigny entdecken

Teilnahmebedingungen und Zulassungskriterien

Diese Ausschreibung richtet sich an volljährige Einzelkünstler oder Künstlerkollektive jeglichen Alters und aller Nationalitäten, deren Praxis im Bereich der visuellen und bildenden Künste liegt.

  • Profil: Nachweis einer professionellen künstlerischen Tätigkeit, eine signifikante Erfahrung sowie eine regelmäßige öffentliche Präsentation der eigenen Arbeit (Kunsthochschulabschluss, Einzel- und/oder Gruppenausstellungen, Künstlerresidenzen, Publikationen…). Künstler, die bereits in der Sammlung in Wattwiller vertreten sind (Preisträger des Wettbewerbs zum Thema Wasser), sind ebenfalls berechtigt, am Wettbewerb zum Thema Erde teilzunehmen.
  • Zugelassene Disziplinen: Im Jahr 2026, zur Eröffnungsausgabe, steht der Wettbewerb Kunstschaffenden offen, die ein Werk zum Thema Erde in folgenden Bereichen einreichen: Skulptur, Installation.

Bitte beachten Sie: Alle anderen künstlerischen Medien werden nicht berücksichtigt.

  • Format des Werks: Das eingereichte Werk (unabhängig davon, ob es aus einem einzelnen Teil oder einer Werkgruppe besteht) muss sich ausschließlich dem Thema Erde widmen. Jeder Bewerber darf nur ein einziges Werk oder Projekt pro Jahr einreichen.

 

Ein bereits existierendes Werk: Es können ausschließlich bereits realisierte Werke eingereicht werden. Es kann kein zusätzliches Produktionsbudget gewährt werden. Das präsentierte Werk, das aus einem Einzelteil oder einem Ensemble bestehen kann, muss ein Unikat sein.

Sollte es sich um eine Skulptur handeln, die in Editionen oder mehreren Exemplaren existiert, behält sich die Fondation François Schneider das Recht vor, das Preisgeld auf 8.000 € zu reduzieren. Der Bewerber verpflichtet sich, die Stiftung über die genaue Anzahl der existierenden Exemplare zu informieren. Ein Werk kann aus einer Serie oder verschiedenen Modulen bestehen.

Ablauf des Wettbewerbs

Die Künstler sind eingeladen, ihre realistischen, figurativen oder abstrakten Vorschläge zum Thema Erde einzureichen und dabei einen einzigartigen und sensiblen Blick auf diese Thematik zu werfen. Die Originalität und Relevanz des Werks sowie der ästhetische Ansatz und die technische Machbarkeit der Installation auf dem Landschaftsgelände der Abbaye de Pontigny sind die Hauptkriterien, die vom Expertenkomitee und der Großen Jury bewertet werden.

Auswahl der Werke
Ein Expertenkomitee und eine Große Internationale Jury werden nacheinander tagen:

Das Expertenkomitee:Ein Gremium aus Experten analysiert die eingegangenen Dossiers und trifft eine Vorauswahl der Finalisten. Die rund dreißig Finalisten-Dossiers werden anschließend der Großen Jury vorgelegt.

Die Große Internationale Jury:
Diese hochkarätige Jury unter dem Vorsitz von Christine Macel wählt aus den rund dreißig Finalisten die 4 bis 5 Preisträger „Talents Contemporains – La Terre – Abbaye de Pontigny“ aus, deren Werke von der Stiftung erworben werden.

  • Christine Macel,Jurypräsidentin, Generalkonservatorin des Kulturerbes, Kunsthistorikerin und Kuratorin.
  • Colette Barbier, Gründerin und Direktorin der Fondation Pernod Ricard bis 2020. Präsidentin von La Source Garouste.
  • Frédéric Bodet, freier Kurator und Kritiker mit Spezialisierung auf dekorative Künste und Design des 20. und 21. Jahrhunderts, Dozent an der HEAD Genf seit 2023.
  • Angelo Crespi, Generaldirektor der Pinacoteca di Brera. Verantwortlicher für die „Grande Brera“, Italien.
  • Jean Frémon, Präsident der Galerie Lelong & Co., Paris und New York.
  • Nataša Petrešin-Bachelez, Head of Curatorial Public Art im Ministerium für Kultur und Tourismus in Abu Dhabi seit 2026. Freie Kuratorin und bis 2025 verantwortlich für das künstlerische und kulturelle Programm der Cité internationale des arts in Paris.

Hinweis: Das Expertenkomitee und die Große Jury können je nach Verfügbarkeit der einzelnen Personen angepasst werden.

Zeitplan

  • Juni bis August: Zeitraum für die Online-Bewerbung
  • September bis Oktober: Prüfung der Unterlagen und Vorauswahl von ca. 30 Finalisten durch das Expertenkomitee
  • November: Beratungen der Großen Internationalen Jury und Bekanntgabe der Preisträger
  • Frühjahr: Installation der Werke auf dem Landschaftsgelände

Dotierung

Bei jeder Ausgabe bestimmt die Große Internationale Jury maximal 4 bis 5 Preisträger.

  • Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld von 15.000 €. Dieser Betrag umfasst den Verdienstpreis sowie den offiziellen Ankauf des Werks, welches in die Sammlung der Fondation François Schneider übergeht.
  • Besonderer Fall: Das Preisgeld wird auf 8.000 € festgelegt, wenn es sich bei dem erworbenen Werk um eine Skulptur handelt, die in mehreren nummerierten Exemplaren aufgelegt wurde.

Wie bewerbe ich mich?

Die Teilnahme am Wettbewerb kann ausschließlich elektronisch nach der Registrierung auf der Website der Fondation François Schneider erfolgen. Klicken Sie dazu auf die Schaltflächen Einzelanmeldung  oder Kollektivanmeldung am Anfang dieser Seite.

Die Bewerbungsunterlagen müssen von französischsprachigen Bewerbern in französischer Sprache und von allen anderen Bewerbern in englischer Sprache verfasst werden.

Die Dossiers müssen zwingend folgende Dokumente enthalten:

Administrativer Teil

  • Anmeldeformular, unterzeichnete, gelesene und genehmigte Wettbewerbsordnung (PDF-Format).
  • Kopie eines gültigen Identitätsnachweises (Personalausweis Vorder-/Rückseite oder Reisepass) (PDF-Format).

Künstlerischer Teil

  • Ihr Lebenslauf und/oder die Vorstellung des Künstlerkollektivs zum Nachweis des künstlerischen Werdegangs (kürzliche Ausstellungen in Institutionen, Galerien, Festivals etc. oder Teilnahme an Künstlerresidenzen) (PDF-Format, maximal 2 Seiten).
  • Ihr Portfolio / künstlerisches Dossier, das Ihre gesamte Arbeit darstellt (PDF-Format, maximal 20 DIN-A4-Seiten, maximal 30 MB).
  • Ein Motivations- und Konzeptschreiben (Note d’intention), das das Werk und den Ansatz des Künstlers für den Wettbewerb sowie den intellektuellen und kreativen Ansatz erläutert (PDF-Format, maximal 2 Seiten).
  • Ein präzises Datenblatt des bestehenden Werks: Titel, Materialien, Technik, Maße (Höhe, Breite, Tiefe), Gewicht, Einschränkungen und erforderliche technische Mittel für die Präsentation (Bodenbefestigung) und den Transport des Werks sowie für die Pflege und Wartung zur Gewährleistung der Langlebigkeit (PDF-Format, maximal 2 Seiten).
  • 3 bis 5 Farbansichten (Foto, Zeichnung, Skizze, Modellierung, Plan etc.) (JPG-Format, maximal 5 MB pro Ansicht).
  • Ein Videoausschnitt oder eine Videoaufnahme zur Kontextualisierung des Werks (MOV/MP4-Format, maximal 4 GB, optional).

Hinweis: Die Jury legt großen Wert auf die Klarheit und Prägnanz des Dossiers sowie auf die Kohärenz des Vorschrags im Vergleich zur bestehenden Sammlung der Fondation François Schneider.

Unvollständige Dossiers oder solche, die die oben genannten Anweisungen nicht einhalten, werden dem Expertenkomitee und der Großen Internationalen Jury nicht vorgelegt.

Bei technischen Problemen mit der Internetverbindung sollten die Bewerber so schnell wie möglich Kontakt mit dem Veranstalter aufnehmen. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Bewerbung so früh wie möglich einzureichen, um Serverüberlastungen zu vermeiden, die dazu führen könnten, dass Ihre Bewerbung uns nicht rechtzeitig erreicht.

 

WICHTIG:

Die präsentierten Werke müssen so konzipiert sein, dass sie sich dauerhaft in das Anwesen der Abbaye de Pontigny integrieren lassen. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, die Werke zu versetzen, falls die Nutzung des Geländes dies erfordert. Sollte eine Versetzung notwendig werden, wird der Veranstalter den Künstler konsultieren, um die Logistik bestmöglich abzustimmen.

Ausschreibung TC Erde – English
Wettbewerbsordnung TC Erde – English