Majestätische Architektur, zeitlose Schlichtheit und ein Kreuzweg des Wissens: Seit mehr als 900 Jahren prägt die Abtei Pontigny die Landschaft und die Geschichte des Departements Yonne im Burgund. Mit ihrer Zisterzienserkirche, eine der am besten erhaltenen des Ordens, bleibt sie ein unvergängliches Symbol für Spiritualität und kulturelle Strahlkraft. Bis zur Französischen Revolution religiös genutzt, wurde sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die „Décades de Pontigny“ – von Paul Desjardins organisierte Begegnungen – zu einem Zentrum des intellektuellen Austauschs.
Heute wird die Abtei auf Initiative der Fondation François Schneider umfassend renoviert, um sich in die Domaine de la Terre et des Arts (Anwesen der Erde und der Künste) zu verwandeln. Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen, doch ihre Bestimmung bleibt dieselbe: Menschen willkommen zu heißen, Verbindungen zu knüpfen, Wissen und handwerkliches Können zu fördern, aber auch einen Rückzugsort abseits der Hektik der Welt zu bieten, um zu forschen, auszuprobieren und neue Wege zu gehen.
