Erfahrungsbericht von Marie Salaün

Stipendiatin der Stiftung François Schneider in den Jahren 2006 und 2007

« Als junge, 19 Jahre alte Frau aus dem Oberrheingebiet bin ich bei einer entschlossenen, willensstarken und hingebungsvollen Mutter aufgewachsen, die mich in all den Jahren allein großgezogen hat.

Ich möchte ihr meine Anerkennung aussprechen, weil ihre Liebe und ihr Glaube an mich es mir ermöglicht haben, trotz – immer noch – erheblicher finanzieller Schwierigkeiten das Abitur zu schaffen. Man muss sagen, dass der Eintritt in die Hochschulbildung für eine alleinerziehende Person in einer finanziell prekären Situation eine enorme Belastung war. Zwar hat meine Mutter meinen Weg hin zu vielversprechenden Studien mit Bewunderung und Stolz verfolgt, aber auch mit nicht zu verbergender Besorgnis und Angst, dass ich es nicht schaffen würde, ein so attraktives, aber auch so kostspieliges Projekt zu finanzieren.

Man sollte also die Großzügigkeit und die Bedeutung des Vertrauens, die Sie mir entgegenbringen, im Hinblick auf diesen von Unsicherheit geprägten Kontext richtig einschätzen. Finanzielle Unterstützung also, aber vor allem moralische Hilfe, denn durch diese Stipendien schenken Sie uns ein Sicherheit.

Dank des Stipendiums konnte ich mein Studium erfolgreich abschließen und mit mehr Gelassenheit die Sciences Po besuchen (Anm. d. Ü.: Das Institut d’Études Politiques de Paris (IEP de Paris), Sciences Pogenannt, ist eine hochselektive Grande École in Paris und gehört zu den weltweit angesehensten Hochschulen im Bereich der Sozialwissenschaften). Sie haben mir seit meinem Eintritt in diese renommierte Hochschule wertvolle Hilfe gewährt. Zwar sind die Stipendiaten von den Einschreibegebühren befreit, aber durch die kulturelle Förderung wie Theaterbesuche, Studienreisen und vor allem durch die Anschaffung eines Laptops, der für den Unterricht in dieser Schule unerlässlich ist, summieren sich hohe Nebenkosten.

Nach dem Vorbild Ihrer ehrenamtlichen Unterstützung und in Anlehnung an Ihr Engagement, dessen Altruismus Bewunderung verdient, engagiere ich mich ebenfalls in ehrenamtlichen Vereinen. Dazu haben Sie indirekt, aber sehr eindrücklich beigetragen. Ich kann heute stolz auf das Erreichte sein, aber nicht ohne Ihnen unendlich dankbar zu sein.

Noch einmal möchte ich mich für Ihre Zugewandtheit bei der Prüfung meiner Bewerbung bedanken. »

Brief vom Jahr 2007

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