Ausstellung

Anlässlich der 14. Ausgabe des Wettbewerbs Talents Contemporains bringt die Ausstellung Traversées die sieben prämierten Künstlerinnen und Künstler zusammen, die das Wasser zum Schauplatz von Reisen, Widerstand und Erinnerung machen.

Der Rundgang beginnt mit dem Klangwerk Elegías a un paisaje (Elegien einer Landschaft) von Enrique Ramírez, dessen Skulptur präkolumbianisches Wissen reaktiviert, um Wasser und Luft eine Stimme zu verleihen. Diese Materie findet anschließend zu einem mineralischen Atem bei Ladislas Combeuil, dessen 45 Leinwände aus Mes petites fenêtres (Meine kleinen Fenster) stille Horizonte von der Farbe selbst erschaffen lassen. Das Eintauchen setzt sich mit Le plus vieux film du monde (Der älteste Film der Welt) von Éléonore Geissler fort, einer hybriden Installation, die ein Aquarium und seinen prähistorischen Quastenflosser in ein wahrhaftiges optisches Theater verwandelt. Der Blick gleitet mit Raw Reverie (Unverfälschte Träumereien) von Mehrali zum Wasser des Kaspischen Meeres weiter, wo die Kraft der Wellen in der Cyanotypie festgehalten wird, um Kindheitserinnerungen zu wecken. Die lebendige Leinwand Géeju Neefare – Plastic Sea (Géeju Neefare – Plastikmeer) von Alioune Diagne verleiht dem Rundgang eine geopolitische Dimension, indem sie die Plastikverschmutzung und das Exil der senegalesischen Fischergemeinschaften anprangert. Julie Bourges präsentiert anschließend Les eaux-fortes, (Radierungen) eine visuelle Erzählung aus sieben Fotografien, in denen der Alltag einer Fischerin zu einer Suche nach Emanzipation vom und mit dem Meer wird. Schließlich schließt Paul Heintz den Rundgang mit Nafura(Nafura) ab, einer nächtlichen Stadtdurchquerung in Saudi-Arabien, bei der drei Frauen durch Dschidda fahren, um sich eine Auszeit der Freiheit von den gesellschaftlichen Normen zunehmen.

Bildnachweis

Alioune Diagne, Géeju Neefare – Plastic Sea, 2024, Acryl auf Leinwand | 75,5 × 73,5 cm | Mit freundlicher Genehmigung des Künstlers und Templon, Paris – Brüssel – New York Foto © Laurent Edeline