Das Wasser

Das Kunstzentrum der Fondation François Schneider wurde 2013 in der ehemaligen Abfüllanlage der Quellen von Wattwiller eingeweiht und ist ein einzigartiger Ort, der voll und ganz dem Thema Wasser gewidmet ist. Jedes Jahr wird dieses lebenswichtige Element im Rahmen von Wechselausstellungen und Kulturprojekten in all seinen Facetten beleuchtet: bildnerisch, poetisch, ästhetisch, geografisch, politisch oder auch wissenschaftlich.

Seit dem Start im Jahr 2011 hat der Wettbewerb Talents Contemporains zum Thema Wasser zahlreiche internationale Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet und so eine einzigartige und originelle institutionelle Sammlung zeitgenössischer Kunst aufgebaut.

Teilnahmebedingungen und Berechtigung

Der Wettbewerb steht bildenden Künstlern aller Nationalitäten und Altersgruppen (volljährig) offen.

  • Profil: Sie müssen eine solide professionelle künstlerische Tätigkeit nachweisen und/oder Absolvent einer Kunsthochschule sein. Um teilnahmeberechtigt zu sein, müssen die Bewerber einen aktuellen und kontinuierlichen Werdegang durch mehrere Ausstellungen (Einzel- und/oder Gruppenausstellungen), Publikationen (Monografien, Kataloge) oder die Teilnahme an Künstlerresidenzen in den letzten fünf Jahren nachweisen.
  • Zugelassene Disziplinen: Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Fotografie, Video, Textilkunst oder jede andere Form der bildenden Kunst. Hinweis: Darstellende Kunst und Musik sind ausgeschlossen.
  • Format des Werks: Das präsentierte Werk (unabhängig davon, ob es aus einem einzelnen Teil oder einem Ensemble besteht) muss sich ausschließlich dem Thema Wasser widmen. Jeder Bewerber darf nur ein Werk oder ein Projekt pro Jahr einreichen.

 

Bestehendes Werk / Zu realisierendes Projekt:

  • Bestehende Werke (Alle Disziplinen): Bei Malerei, Zeichnung, Fotografie, Video, Textilkunst sowie bereits realisierten Skulpturen und Installationen (als Unikat) wird ausschließlich das bestehende Werk präsentiert. Für diese Vorschläge kann kein zusätzliches Produktionsbudget gewährt werden.
  • Kreativprojekte (Nur für Skulptur und Installation): Künstler, die im Bereich Skulptur oder Installation arbeiten, haben die Besonderheit, sich entweder mit einem bestehenden Werk oder in Form eines noch zu realisierenden Projekts bewerben zu können. Nur in diesem zweiten Fall kann ein detailliertes Produktionsbudget von bis zu maximal 50.000 €bewilligt werden.
  • Multiple Werke (Editionen): Das eingereichte Werk kann bei Video und Fotografie Teil einer Serie von Multiples (Auflagenobjekten) sein. Wenn das vorgeschlagene Werk mehrere Editionen umfasst, ändert sich das Preisgeld und reduziert sich auf 8.000 €.

Ablauf des Wettbewerbs

Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, ihre realistischen oder utopischen, figurativen oder abstrakten Vorschläge zum Thema Wasser einzureichen und einen einzigartigen und sensiblen Blick auf dieses Thema zu werfen.

Auswahl der Werke und Projekte
Vier Expertenkomitees und eine Große Internationale Jury treten nacheinander zusammen:

Die Expertenkomitees
Vier Expertenkomitees, bestehend aus Galeristen, Kunstkritikern, Kuratoren und Preisträgern des Wettbewerbs, bilden Zweierteams, die jeweils 200 Dossiers analysieren und die Finalisten vorauswählen. Die rund dreißig Finalisten-Dossiers werden anschließend der großen Jury vorgelegt.

Die Große Internationale Jury
Diese Jury unter dem Vorsitz von Jean-Noël Jeanneney wählt aus den rund dreißig Finalisten die 4 bis 7 Preisträger („Talents Contemporains“) aus, deren Werke von der Stiftung erworben werden.

  • Jean-Noël Jeanneney, Ehemaliger Präsident von Radio France, ehemaliger Staatssekretär und ehemaliger Präsident der Bibliothèque nationale de France – Paris (Frankreich)
  • Constance de Monbrison, Leiterin der Sammlungen Insulinde, Musée du quai Branly – Jacques Chirac – Paris (Frankreich)
  • Alfred Pacquement, Ehren-Generalkonservator des Kulturerbes – Paris (Frankreich)
  • Ernest Pignon-Ernest, Künstler, Paris (Frankreich)
  • Roland Wetzel, Direktor des Museum Tinguely – Basel (Schweiz)
  • Rosa Maria Malet, Direktorin der Fundació Joan Miró 1980–2017, Mitglied des Vorstands der Fundació Miró – Barcelona (Spanien)
  • Chiara Parisi, Direktorin des Pompidou-Metz (Frankreich)

Hinweis: Die Expertenkomitees und die Große Jury können je nach Verfügbarkeit der einzelnen Mitglieder geändert werden.

Der Zeitplan

  • Von September bis November: Zeitraum für die Online-Ausschreibung.
  • Dezember bis Februar: Prüfung der Dossiers und Vorauswahl von rund dreißig Finalisten durch die Expertenkomitees.
  • März: Offizielle Bekanntgabe der Finalisten.
  • Mai/Juni: Beratungen der Großen Internationalen Jury und Bekanntgabe der Preisträger.
  • Herbst (Jahr N+1): Große Gemeinschaftsausstellung der Preisträger im Kunstzentrum in Wattwiller, inklusive eines Videoporträts der Preisträger.

Das Preisgeld

Bei jeder Edition benennt die Große Internationale Jury maximal 7 Preisträger.

  • Jeder Preisträger erhält ein Preisgeld von 15.000 € als Anerkennungspreis und für den offiziellen Erwerb des Werks, das daraufhin in die Sammlung der Fondation François Schneider eingeht. (Bei Foto- oder Videowerken, die mehrere Editionen umfassen, wird das Preisgeld auf 8.000 € festgelegt).
  • Die Stiftung übernimmt die Kosten für die Produktion der Ausstellung der Preisträger im Kunstzentrum von Wattwiller in vollem Umfang (siehe Reglement).

Wie bewerbe ich mich?

Die Teilnahme am Wettbewerb kann ausschließlich auf elektronischem Weg nach der Registrierung auf der Website der Fondation François Schneider erfolgen, indem Sie auf die Schaltflächen Einzelanmeldung oder Kollektivanmeldung oben auf dieser Seite klicken.

Die Bewerbungsunterlagen müssen von französischsprachigen Bewerbern in französischer Sprache und von allen anderen Bewerbern in englischer Sprache verfasst werden.

Diese Dossiers müssen zwingend folgende Unterlagen enthalten:

Administrativer Teil

  • Anmeldeformular und unterschriebenes, gelesenes und genehmigtes Reglement (PDF-Format)
  • Kopie Ihres gültigen Ausweises (Personalausweis Vorder-/Rückseite oder Reisepass) (PDF-Format)

Künstlerischer Teil (realisiertes Werk oder zu produzierendes Projekt, Skulptur oder Installation)

  • Ihr Lebenslauf und/oder eine Präsentation des Künstlerkollektivs, die einen künstlerischen Werdegang belegen (kürzlich in Institutionen, Galerien, Festivals usw. ausgestellte Arbeiten oder Teilnahme an einer/mehreren Künstlerresidenzen) (PDF-Format, maximal 2 Seiten).
  • Ihr Portfolio / künstlerisches Dossier, das Ihre gesamte Arbeit darstellt (PDF-Format, maximal 20 DIN-A4-Seiten, maximal 30 MB).
  • Eine Absichtserklärung (Concept Note), die das Werk oder Projekt und den Ansatz des Künstlers für den Wettbewerb sowie den intellektuellen und kreativen Ansatz vorstellt (PDF-Format, maximal 2 Seiten).
  • Ein präzises technisches Datenblatt des bestehenden Werks oder Projekts (Skulpturen, Installationen): Titel, Materialien, Technik, Maße, Gewicht, Einschränkungen sowie die für die Ausstellung, den Aufbau oder den Transport des Werks erforderlichen technischen Mittel (PDF-Format, maximal 1 Seite).
  • Ein detailliertes Produktionsbudget von maximal 50.000 € für Werke, die in Form von Projekten für Skulpturen und Installationen eingereicht werden (PDF-Format).
  • 3 bis 5 Farbbilder (Foto, Zeichnung, Skizze, Modellierung, Plan… etc.) (JPG-Format, maximal 5 MB pro Bild).
  • Videoausschnitt für Videowerke. Es ist möglich, eine Videoaufnahme für andere Werke (Malerei, Skulptur usw.) beizufügen, um sie zu kontextualisieren (MOV/MP4-Format, maximal 4 GB).

Hinweis: Die Jury achtet besonders auf die Klarheit und Prägnanz des Dossiers sowie auf die Stimmigkeit des Vorschlags im Hinblick auf die Sammlung der Fondation François Schneider.

Unvollständige Dossiers oder Dossiers, die die oben genannten Anweisungen nicht befolgen, werden den Expertenkomitees und der Großen Internationalen Jury nicht vorgelegt.

Bei technischen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Internetnetzwerk sollten die Bewerber so schnell wie möglich Kontakt mit dem Veranstalter aufnehmen. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Bewerbung so früh wie möglich einzureichen, um Serververlangsamungen zu vermeiden, die dazu führen könnten, dass Ihre Bewerbung uns nicht rechtzeitig erreicht.

WICHTIG: Die präsentierten Werke dürfen unter keinen Umständen mit der Absicht konzipiert werden, dauerhaft in der Stiftung installiert zu werden.

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